
Eines mal gleich vorweg: laufen find ich an sich nicht so toll, aber an den Gerüchten, dass der Körper sowas wie Erinnerungsvermögen besitzt, ist anscheinend was dran.
Schweinehund versus Körper, da gewinnt normalerweise ja der Schweinehund. Gestern allerdings hat sich was getan. "Nur noch bis zum nächsten Busch", beschwor nämlich der Schweinehund die müden Beine, "nur noch bis zum nächsten Bahnübergang. Sakrament, jetzt bleibst hoit stehn, du Depp!". Mein armer Körper erinnerte sich aber anscheinend an die Zeiten, in denen er als Teil des schuleigenen Cross Country Teams wie bescheuert über Stock und Stein rennen musste und was ich lange für verloren geglaubt hätte, gewann die Oberhand: meine Kämpfernatur. Der Schweinehund bearbeitete mich wirklich bis zum bitteren Ende und zog alle Register, aber es nützte ihm nichts. Ha, Schweinehund! Nach meinem konditionellen Zustand zu urteilen werde ich am nächsten Mittwoch wohl eher 30 als 25 Minuten für die 5 km Strecke benötigen, aber the heat is on, werte Mitstreiter, definitiv.
Ansonsten war Woche zwei vorallem von zuwenig Schlaf geprägt und von einem langwährenden Bauchmuskelkater. "Double Crunches" sei Dank. Aber Kinners, mir deucht, es tut sich was. Oder ist das die Erschöpfung, die meinen Blick trübt?

Was ich dann auch noch gelernt habe, neben dem ganzen Gerenne ist, dass ich meinen Körper wirklich gern mag, Spitzbauch hin oder her. Kalorienzählen macht nicht glücklich, Dünnsein macht nicht erfolgreicher und die perfekte Figur ist kein Garant für ein perfektes Leben. So. Das musste auch mal gesagt werden. Und ganz ehrlich, ich beneide viele Frauen um ihre Kurven. Neben Amy Winehouse seh ich ja aus wie ein Kleiderbügel.
Das Kleingedruckte:
Körpergröße: immer noch 178 cm
Gewicht: 63 kg (+ 1kg)
Diese Woche wurde der körperliche Einsatz leicht erhöht:
Samstag, Montag, Dienstag, Donnerstag: je 3-4 km gelaufen
Jeden Tag 20-40 Crunches
Liegestütze hab ich mir aus Faulheit öfter mal gespart
Gegessen hab ich genug und lecker. Und im Kino hab ich mir Spiderman 3 angeschaut, den sicher schlechtesten Film des Jahres.
Ernährungsumstellung gabs keine. Aber ich esse mehr Obst und ich trinke mehr als 250ml am Tag. Und Süßkartoffelcurry mit Krabben und Cashewnüssen ist mein neues Lieblingsgericht.