Eine Liebesnacht mit Ursula P. Teil II
Ein Blog-Fortsetzungsroman von Frau Nono
2. Kapitel, in dem nicht viel passiert, aber einige Emails geschrieben werden.
Unsere junge Geistesarbeiterin war ob soviel Eile verunsichert und beschloss den Herrn mit der eigenartigen sexuellen Vorliebe für Alfred G. durch weitere Emails ein wenig auf Herz und Nieren und verbale Ausdrucksfähigkeit zu prüfen. So schrieb sie an Ursula P.:
Liebe Ursula,
wie du weißt, bin ich eine sehr gefragte Politikerdouble-Kurtisane, da müsste ich mal meinen Kalender zücken. Die Idee mit der Perücke finde ich allerdings famos. Sei nur so nett und überlasse das Tragen der Stöckelschuhe mir, sonst muss ich mir ein Stockerl organisieren.
Beste Grüße
Dein Wolferl
Der Fisch biss an, schrieb zurück und ließ nicht locker:
Liebes Wolferl,
OK, ich werde keine Stöckelschuhe tragen. Aber mein Kanzler ist für mich
sowieso der Größte, unabhängig von seinem Körpermaß.
Erwarte sehnsüchtig deinen Besuch im Außenministerium, wende dich
direkt an mich zwecks Terminvereinbarung.
Gehst du heute noch raus, um den Sozialisten wieder das Fürchten zu lehren?
LG
deine Ursula
Noch immer nicht gänzlich überzeugt, zierte sich die Privatgelehrte noch ein wenig länger.
Aber liebe Ursula, schrieb sie, du bist eine Urschl... heute ist doch Halloween, da geh ich doch keine Sozialisten ärgern, sondern borg mir lieber ein altes Kostüm von der Lisl aus, mal mir Krampfadern auf die Beine und geh den Kindern ihre Süßigkeiten abnehmen.
Was hat denn meine Walküre heute Abend schönes getrieben? Bürgerkriege angezettelt, illegale Waffenlieferungen arrangiert?
beschwipste Grüße
vom Wolferl
Anmerkung für den uneingeweihten Leser: Lisl G., Handarbeitslehrerin und ehemalige Bildungsministerin der Alpenrepublik.
Um 04:30 kam die drängende Antwort:
Mein heißes Wolferl, Kanzler der Herzen, bin auch nicht mehr gut nüchtern, zerwuschel mich nach dir. Vernachlässige nicht das Außenamt, ich warte auf deinen Besuch.
Liebestolle Grüsse, deine Ursula, die du auch Uschi nennen kannst
Unsere liebe Privatgelehrte fand immer mehr Gefallen an der Sache und wollte, wie die Frauen nun mal so sind, mehr. Wie ihre übermütige Antwort lautete und wie die Geschichte weiter geht, erfährt der werte Leser im nächsten Kapitel.



