"dark, twisted and beautiful" (The Guardian)
Weihnachtszeit ist ja bekanntlich Kinozeit und wenn man sich den x-ten Herr der Ringe Abklatsch, die obligate Rom-Com* oder Tim Allen als Escape Clause nicht antun will, dann bleibt einem eigentlich nur eins: man vergisst, dass Guillermo Del Toro einstmals Hellboy verbrochen hat und schaut sich El Laberinto Del Fauno an. Auf Spanisch. Und bewaffnet mit einer riesigen Tüte gebratene Mandeln (oder irgendwas anderem, das weihnachtlich riecht).
Pan's Labyrinth "is the story of a young girl that travels with her mother and adoptive father to a rural area up North in Spain in 1944, after Franco´s victory. The girl lives in an imaginary world of her own creation and faces the real world with much chagrin. Post-war Fascist repression is at its height in rural Spain and the girl must come to terms with that through a fable of her own.", sagt Del Toro und er hat natürlich Recht. Pan's Labyrinth ist ausserdem ein märchenhaftes Meisterwerk der Cinematografie, in dem sich die Spezialeffekte nahtlos in die wirkliche Welt einfügen und das einen zwei kurzweilige Stunden lang in Atem hält. Dunkel und brutal, fabelhaft und wunderlich, liebenswert und herzzerreissend.
Ach, James Bond hab ich mir übrigens auch angeschaut. Zweieinhalb laaaange Stunden später bin ich zu folgender Erkenntnis gekommen: wenn man James Bond Filme mag, ist Casino Royale absolut fantastisch. Wenn einem James Bond Filme eigentlich wurscht sind, dann kann man sich das Geld auch sparen und auf die DVD warten. Ausser man ist masochistisch veranlagt und schaut sich gerne an, wie Daniel Craig (der wirklich besser ist als Timothy Dalton) in Keira Knightley-Manier die Lippen schürzt. Mir ist bei der allerersten Verfolgungsszene, die sich u.a. auf einem sehr hohen Kran abspielt, übrigens schlecht geworden - Höhenangst...
*Anm. des Übersetzers: romantic comedy